• BigBusiness-audio Podcast

    Entstaatlichte Territorien – Bürgerkrieg und Plünderungen

    Episode

    Aufzeichnung einer Veranstaltung in Frankfurt am Main am 04.12.2014: Der Autor Gerd Bedszent stellt sein neues Buch „Zusammenbruch der Peripherie“ vor und diskutiert mit dem Publikum. Es moderiert Reiner Diederich.

    Sie können die Aufzeichnung (mp3-Format, ca. 34 MB, ca. 1 Stunde und 36 Minuten) hier herunterladen und anhören.

    Kriegerische Konflikte auf Dauer? Die Situation im mittleren Osten und politische Handlungsmöglichkeiten

    Episode

    Aufzeichnung einer öffentlichen Veranstaltung in Frankfurt am Main mit Katja Maurer (Medico International)

    Bürgerkrieg in Syrien, islamistischer Terror, drohender Staatszerfall im Irak, militärische Eingriffe von verschiedenen Seiten – im mittleren Osten scheint die Situation nahezu ausweglos. Je mehr man darüber aus den Medien erfährt, desto stärker wird dieses Gefühl. Umso wichtiger erscheinen Informationen aus erster Hand. Medico international arbeitet seit langem als Hilfsorganisation mit zivilgesellschaftlichen Partnern vor Ort. Sie haben nicht nur ihre eigenen Sichtweisen auf die Konflikte und deren Hintergründe, sondern auch Vorstellungen, wie diese Konflikte – trotz aller Schwierigkeiten – gelöst werden könnten.

    Katja Maurer ist Leiterin der Öffentlichkeitsarbeit bei medico international. Sie spricht über die Ursachen der kriegerischen Verwicklungen und die Interessen der beteiligten Akteure, aber vor allem auch über das, was getan werden müßte und was getan werden kann – im Interesse der Menschen, die dort leben.

    Es moderiert Prof. Reiner Diederich.

    Die veranstaltenden Vereine Business Crime Control e.V. und KunstGesellschaft.de stellen eine Aufzeichnung der Veranstaltung (ca. 32,5 MB, ca. 1 Stunde, 33 Minuten) im mp3-Format zur Verfügung.

    s. auch: Medico International im Internet

    s. auch: Radio-Interview mit Martin Glasenapp (Freie Radios)

    Schrott im Körper – Patienten als Versuchskaninchen

    Episode

    Aufzeichnung einer öffentlichen Veranstaltung der gemeinnützigen Vereine Business Crime Control e.V. und KunstGesellschaft e.V. in Frankfurt am Main mit dem Fernsehjournalisten und Publizisten Herbert Stelz
    Wenn heute ein Kunde ein fehlerhaftes Produkt oder eine mangelhafte Dienstleistung geliefert bekommt, dann wird er diesen Lieferanten in Zukunft vermutlich meiden. Ist der Kunde jedoch Patient in unserem Medizinbetrieb, einem unserer größten Wirtschafts-bereiche, ist ihm eine solche Entscheidung verwehrt. Er kann sich den Dienstleister in der Regel nicht auswählen.
    Dabei sind die Lieferungen und Leistungen so schlecht wie in keinem anderen Bereich. Jede zweite Röntgenuntersuchung bringt kein richtiges Ergebnis. Konsequenzen: keine. Jede vierte Diagnose stellt sich im Nachhinein als falsch heraus, sagen Pathologen. Konsequen-zen: keine.
    Welche andere Branche kann sich eigentlich solche Fehlerquoten leisten und – wer bezahlt das? Wir, mit unseren Kassenbeiträgen. Konsequenzen: keine.   
    Am Beispiel der Medizinprodukte zeigt Herbert Stelz, was dringend geändert werden müsste.
    Es moderiert Ulrike Holler.
    Während der Veranstaltungen werden zwei Reportagen von Herbert Stelz aus den ARD-Magazinen [plusminus und MONITOR mit einer Gesamtlänge von 16 Minuten gezeigt, die Sie hier anschauen können:

    1. [plusminus vom 04.05.2004
    2. MONITOR vom 18.09.2003

    Die komplette Veranstaltung (ca. 37,3 MB, ca. 1 Stunde, 49 Minuten) können Sie hier herunterladen und anhören.

    Gegen den Machtmissbrauch der Banken! Was tun?

    Episode

    Aufzeichnung einer öffentlichen Veranstaltung mit Christoph Rinneberg, Aktivist bei der Initiative  Ordensleute  für  den  Frieden (IOF) in Frankfurt am Main


    Christpoh Rinneberg (rechts) mit Joseph Ackermann (links daneben)
    Bildquelle: Die Kritischen Aktionäre

    Christoph Rinneberg gehört  zur  Initiative  Ordensleute  für  den  Frieden (IOF),  genauer  gesagt,  zu  ihrem  Freundeskreis,  der  sich  nach  der  IOF-Gründung  vor  30  Jahren  bald  gebildet  hat.  Diese  Initiative  um  Gregor Böckermann hat  1999 den  BCC-Preis  für  Zivilcourage  im  Kampf  gegen Wirtschaftsverbrechen erhalten.  Rinneberg hat  für  die  IOF und  in Verbindung  mit  den  Kritischen  Aktionären gegen  die  sich  allmächtig gebärdende  Deutsche  Bank  seit  vielen  Jahren  Reden  gehalten,  die  über etliche  kritische  Medien  „draußen“  viele  Menschen  erreicht  haben.  Er berichtet über die Kämpfe der winzigen IOF u.  a. gegen die Goliath-ähnliche Bank  und  ihren  Machtmissbrauch.  Getragen  sind diese Kämpfe  nicht von der  Erwartung  auf  einen  raschen  Paradigmen- oder  gar  Systemwechsel, wohl  aber  von  der  Hoffnung,  über  die Entschleierung von Geschäftspraktiken der  letztlich von allen Bürgerinnen  und  Bürgern  zu verantwortenden  Legitimität  den  Boden  zu entziehen. In  diesem  Sinne hat  der  „Fall  Mollath“  die  für  unsichtbar gehaltene  strukturelle – ja kriminelle – Gewalt  des  Systems  offenbart und  müsste  zu  einem  breiten und  machtvollen  Bündnis  gegen  den chronischen Missbrauch von Bankenmacht führen.
    Es moderiert Hans See.
    Sie hören die Aufzeichnung einer öffentlichen Veranstaltung der gemeinnützigen Vereine Business Crime Control e.V. und KunstGesellschaft e.V. im mp3-Format.
    Klicken Sie zum Anhören oder zum Download bitte hier.

    Das Foto zeigt Christoph Rinneberg bei der Übergabe einer Geldspende an den damaligen Vorstandsvorsitzenden Ackermann. Er beschreibt die Situation damals so:

    Die Initiative Ordenleute
    für den Frieden sammelt seit Ende 2008 „Spenden für die notleidende Bank“. Wir
    haben verschiedene Leute aufgefordert, Deutsche-Bank-Chef Ackermann Spenden per Brief zukommen zu lassen. Die Annahme sämtlicher Briefe wurde verweigert und
    ging wieder zurück an den Absender. Darauf hin begannen wir, bei
    Hauptversammlungen Geld für die Deutsche Bank zu sammeln, um die Spende bei der
    Hauptversammlung am 26. Mai 2009 in der Frankfurter Festhalle zu überreichen. Kurz
    vor der Übergabe der Sammelbüchse passierte mir ein kleines Malheur. Die Dose
    lag in einer Jutetasche und beim Herausnehmen stand sie versehentlich auf dem
    Kopf. Dadurch entleerte sich der Inhalt in die Jutetasche. Herr Ackermann kam auf mich zu und ich erläuterte ihm kurz das Missgeschick. Er sagte, das mache
    nichts, wir könnten das Geld zusammen wieder umfüllen. Er nahm die Dose und ich
    schaufelte das gesammelte Geld wieder in die Dose hinein. Dabei entglitt mir
    ein Cent-Stück und fiel zu Boden. Herr Ackermann bückte sich sofort und hob das Cent-Stück auf. „Man muss auch den Pfennig ehren“, sagte der Deutsche-Bank-Chef. Ich antwortete: „Das gleiche gebührt auch dem Rappen.“ Zur
    Verabschiedung äußerte ich den Wunsch, die Deutsche Bank möge deutlicher Teil
    der Lösung sein als Teil des Problems. Herr Ackermann nickte und bedankte sich.


    s. auch Christoph Rinnebergs Rede auf der Hauptversammlung der Deuschen Bank AG 2013

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    TTIP: Freihandel oder Diktatur des Kapitals?

    Episode

    Aufzeichnung einer öffentlichen Veranstaltung in Frankfurt am
    Main mit Dr. Beate Scheidt, wirtschaftspolitischer Referentin der IG
    Metall

    Dr. Beate Scheidt, wirtschaftspolitische Referentin beim Vorstand der IG Metall vertritt eine kritische Haltung gegenüber dem geplanten Freihandelsabkommen zwischen den USA und der EU (TTIP).
    Die bisherigen Pläne brächten keine positiven Effekte für Beschäftigung
    und Wachstum. Ein solches Abkommen sei allenfalls dann zu akzeptieren,
    wenn klare Regelungen zum Schutz der Arbeitnehmerrechte und zum
    Verbraucherschutz gesichert wären. Keinesfalls dürfe es dazu kommen,
    dass ausländische Investoren gegen Staaten klagen könnten, wenn diese
    ihre Geschäfte stören.
    Dr. Beate Scheidt ist Volkswirtin mit den
    Arbeitsschwerpunkten Makroökonomie sowie Geld und
    Außenwirtschaftspolitik. Beim Vorstand der IG Metall bearbeitet sie
    diese Themen im Funktionsbereich Grundsatzfragen und berät direkt den
    ersten Vorsitzenden Detlef Wetzel. Beate Scheidt hat an der TU Berlin studiert und war Assistentin des langjährigen Wirtschaftsweisen“ Prof. Jürgen Kromphardt,
    der als einer der “letzten Keynesianer“ bezeichnet wird. Der
    „Keynesianismus“ ist eine wirtschaftspolitische Theorie, nach der die
    gesamtwirtschaftliche Lage die entscheidende Größe für Produktion und
    Beschäftigung ist. Er fordert, die Nachfrage nach Gütern und
    Dienstleistungen in Zeiten nachlassender Konjunktur zu steuern und bei
    Bedarf die Wirtschaft durch vermehrte Staatsausgaben und expansive
    Geldpolitik zu beleben.
    Dr. Beate Scheidt erläutert sehr kompetent und verständlich die Risiken und Nebenwirkung des geplanten und streng vertraulich verhandelten Freihandelsabkommens;
    ihre Ausführungen bieten einen exzellenten Überblick und sind auch für
    Neueinsteiger/innen in das komplizierte Thema sehr geeignet.
    Die gemeinnützigen Vereine Business Crime Control e.V. und KunstGesellschaft e.V. zeichneten die Veranstaltung in Frankfurt am Main
    am 01.06.2014 auf und stellen die Aufzeichnung als Audio-Podcast (ca.
    45 MB, mp3-Format) zur Verfügung. Während der Anmoderation gibt es eine
    kurze Phase, in der es sehr leise wird, als das Mikrofon aus Versehen
    von einem Gast umgerissen wird; da die Anmoderation noch zu hören ist,
    lassen wir die Anmoderation ungeschnitten.
    Es moderiert der Fernsehjournalist Herbert Stelz.

    Um die Audiodatei anzuhören oder herunterzuladen: Klicken Sie bitte hier.

     

     Weitere Informationen:

Datenklau – wir hilflos sind wir im Netz?

Hervorgehoben

Aufzeichnung einer öffentlichen Veranstaltung am 08.02.2015 in Frankfurt am Main mit den Fernsehjournalisten Diana Löbl und Peter Onneken

Ohne dass wir es wollen, sind die meisten unserer Handy- und Computerdaten bereits heute in der Cloud. Und damit sind wir nackt. In der ARD-Dokumentation „Zugriff – wenn das Netz zum Gegner wird“ zieht Diana Löbl ihren Kollegen Peter Onneken datenmäßig völlig aus. Sie stiehlt seine Passwörter, fälscht seine Vollmacht, sogar seinen Finger-abdruck. Sie kennt seine Krankheiten, seine Essgewohnheiten, seine Unpünktlichkeit, kündigt sein Arbeitsverhältnis, liest seine E-Mails und SMS mit, storniert Flüge und Hotelbuchungen, räumt seine Konten ab, sperrt seine Kreditkarten, löscht sein Telefon, dringt in seine Wohnung ein. Und bei allem sind CIA und NSA dabei.

Moderator Herbert Stelz und Diana Löbl Foto: Hildegard Waltemate

Während der Veranstaltung wird die ARD-Dokumentation „Zugriff – wenn das Netz zum Gegner wird“ vorgeführt. Aus urheberrechtlichen Gründen blenden wir hier aus.

Sie können die Dokumentation in voller Länge hier sehen.

Nach dem Film sprechen Diana Löbl und Peter Onneken auch darüber, was man machen kann.
Diana Löbl studierte Geschichte und Journalismus. Sie ist Filmautorin beim Hessischen Rundfunk für die Wirtschaftsmagazine „Plusminus“ und „M€X“ und u. a. Mitautorin der Dokumentation „Ausgeliefert – Leiharbeiter bei Amazon“. Ihre Arbeit wurde mehrfach ausgezeichnet, so z. B. mit dem Helmut Schmidt Preis und dem Civis Medien Preis.
Es moderiert Herbert Stelz.

Die Frankfurter Matinee ist eine Veranstaltungsreihe der gemeinnützigen Vereine Business Crime Contol e.V. und KunstGesellschaft e.V.

Die Veranstalter stellen eine Aufzeichnung der Veranstaltung im mp3-Format (ca. 23,3 MB, ca. 1 Stunde und 8 Minuten) zur Verfügung. Zum Anhören und Herunterladen klicken Sie bitte hier.

Zum Thema passt auch eine interessante Veranstaltungsreihe von bzw. unter Beteiligung der Datenschützer Rhein-Main:
Informationsveranstaltung: Die elektronische Gesundheitskarte und das E-Health-Gesetz
• Veranstaltungsreihe Demokratie statt Überwachung

 

Bisherige Audio-Mitschnitte

Hervorgehoben

Folgende Audio-Mitschnitte aus der Reihe „Frankfurter Matinee“ der gemeinnützigen Vereine Business Crime Control e.V. und KunstGesellschaft e.V. können Sie online nachhören und herunter laden:

  1. „Datenschutz – den gläsernen Menschen verhindern“ mit Prof. Spiros Simitis: Teil 1 – Das Interview (ca. 1 Stunde, 14 Minuten) [ mp3 – 102 MB], Teil 2 – Die Publikumsdiskussion (ca. 41 Minuten) [mp3 – 58 MB]
  2. Ausgekocht – hinter den Kulissen hessischer Machtpolitik mit Pitt von Bebenburg
  3. Ein Steuerfahnder packt aus mit den hessischen Steuerfahndern a.D. Frank Wehrheim und Rudolf Schmenger
  4. Wie käuflich ist die Republik – Regeln für den Lobbyismus mit Herbert Hönigsberger
  5. Ein Imperium macht Politik! Wie sich BILD als Volksstimme inszeniert mit Dr. Wolfgang Storz
  6. Mein Freund Maschmeyer – eine außergewöhnliche Belastung mit Hans Scharpf
  7. Menschenrechte im Spannungsfeld wirtschaftlicher und nationaler Interessen mit Annette Groth
  8. Mutter Blamage: Warum schadet Angela Merkel Deutschland? mit Stephan Hebel
  9. Hauptstadt Karlsruhe? mit Prof. Dr. Erhard Denninger
  10. Freiwillig zu Diensten? Über die Ausbeutung von Ehrenamt und Gratisarbeit mit Claudia Pinl
  11. Ausgeliefert – Leiharbeit bei Amazon mit dem Fernsehjournalisten Peter Onneken
  12. TTIP: Freihandel oder Diktatur des Kapitals? mit Dr. Beate Scheidt, wirtschaftspolitischer Referentin der IG Metall
  13. Gegen den Machtmissbrauch der Banken! Was tun? mit Christoph Rinneberg, Aktivist bei der Initiative Ordensleute für den Frieden
  14. Schrott im Körper – Patienten als Versuchskaninchen mit dem Fernsehjournalisten Herbert Stelz
  15. Kriegerische Konflikte auf Dauer? Die Situation im mittleren Osten und politische Handlungsmöglichkeiten mit Katja Maurer (Medico International)

  16. Strom mit Gewalt: Ist Fracking in Deutschland sinnvoll? mit Andy Gheorghiu, Umweltschutzaktivist

  17. Datenklau – wir hilflos sind wir im Netz? mit den Fernsehjournalisten Diana Löbl und Peter Onneken

  18. Pegida & Co.: Was sucht die Neue Rechte auf der Straße? mit Michael Weiss, Agentur für soziale Perspektiven, Berlin

Aufzeichnungen von Tagungen von Business Crime Control e.V.:

  1.  Jürgen Roth: Die Rolle der Staatsanwaltschaften im Kampf gegen Steuer- und Wirtschaftskriminalität (ca. 45 Minuten, ca. 64 MB) [ 45:31 ]  | Download
  2. Rudolf Schmenger: Wirtschaftsmacht und Steuerkriminalität, anschließend Diskussion (ca. 64 Minuten, ca. 90,6 MB) [ 1:04:28 ]  | Download
  3. Musterland Bayern – Modell für Deutschland? Ein Vortrag von Dr. Wilhelm Schlötterer
  4. Gekaufte Spiele – Gewinner und Verlierer stehen schon fest

Business Crime Control e.V. zu Gast bei Freunden

  1. Elektronische Gesundheitskarte und E-Health-Gesetz: Ist die Angst berechtigt, dass Gesundheitsdaten missbraucht werden können?
    eine Veranstaltung von dieDatenschützer Rhein-Main
  2. NSA, IT-Sicherheit und die Folgen : Mitten im Cyberwar – was sind unsere Optionen?
    eine Veranstaltung von des Bündnisses „Demokratie statt Überwachung“ und IANUS

 

Wer NSA sagt, muss auch BND sagen

Business Crime Control e.V. dokumentierte seine Jahrestagung am 18. April 2015 in Frankfurt am Main mit einer Tonaufzeichnung und stellt diese größtenteils im mp3-Format zur Verfügung. Klicken Sie bitte die Titelzeilen an.

Einleitung und Einführung in das Thema

  1. Einleitung von Prof. Erich Schöndorf, Vorsitzender von Business Crime Control e.V.
  2. Vortrag von Wolf Wetzel
  3. Grußworte von Willi van Ooyen, Friedens- und Zukunftswerkstatt

Ca. 7,7 MB, ca. 22 Minuten

Prof. Erich Schöndorf und MdB Hans-Christian Ströbele

Vortrag von Hans-Christian Ströbele

Hans-Christian Ströbele ist Bundestagsabgeordneter der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen. Er besuchte den ehemaligen NSA-Mitarbeiter Edward Snowden in Moskau, um die Möglichkeit und Bereitschaft auszuloten, eine Einladung nach Deutschland anzunehmen, um als Zeuge aussagen zu können. Er ist auch für seine Partei im NSA-Untersuchungsausschuss. Hier berichtet er über seine Erkenntnisse und Erfahrungen, anschließend diskutiert er mit dem Publikum.

Ca. 36,5 MB, ca. 1 Stunde und 46 Minuten

MdB Hans-Christian Ströbele bei seinem Vortrag

Schlussworte von Prof. Erich Schöndorf

Ca. 5,4 MB, ca. 16 Minuten

s. auch:

NSA, IT-Sicherheit und die Folgen : Mitten im Cyberwar – was sind unsere Optionen?

Aufzeichnung eineröffentlichen Veranstaltung am 13.03.2015 in Darmstadt

Wir waren zu Gast bei einer Veranstaltung des Bündnisses »Demokratie statt Überwachung«und der Interdisziplinären Arbeitsgruppe Naturwissenschaft, Technik und Sicherheit (IANUS) der TU Darmstadt.

Seit mehr als einem Jahr werden die von Edward Snowden nach und nach zugänglich gemachten Dokumente breit debattiert. Der Öffentlichkeit wurde durch seine Enthüllungen bewußt, in welchem Ausmaß Nutzerinnen und Nutzer von Internet und Kommunikationstechnik weltweit überwacht wurden und werden.
Edward Snowden hat auch aufgezeigt, dass aus der Überwachung häufig just die Daten gewonnen werden, die gebraucht werden, um IT-Systeme anzugreifen, zu kompromittieren oder gar zu zerstören. Der Einsatz von Angriffswerkzeugen gegen Computer ist inzwischen Alltag des »Cyber Warfare«. Etwa 100 Staaten verfügen über Militär- oder Geheimdiensteinheiten, deren Aufgabe der umfassende »Information Warfare« ist ‑ von der Aufklärung und Überwachung bis zur Zerstörung von IT-Infrastrukturen. IT-Systeme und Computernetzwerke sind damit nicht nur Werkzeuge der Überwachung, sondern auch selbst zum Gegenstand der Konfliktaustragung geworden.
Auf der Strecke bleiben Sicherheit und Zuverlässigkeit der zivilen IT-Infrastuktur. Schutz für die Zukunft bieten nur leistungsfähige und nachweislich sichere IT-Sicherheitsmechanismen. Für solche Werkzeuge ist jedoch entscheidend, ob und mit welchen Folgen diese durch die NSA kompromittiert sind. Über das Ausmaß dieser Eingriffe haben wir nach wie vor keine ausreichende Kenntnis. Damit stehen IT-Sicherheitsverantwortliche vor zwei grundlegenden Fragen: Wie läßt sich die Privatspähre im Internet noch technisch schützen, und welche Mittel sind überhaupt noch einsetzbar, um die Sicherheit der Computersysteme verantworten zu können?

Ingo Ruhmann arbeitet nach einem Studium der Informatik und Politikwissenschaft als wissenschaftlicher Referent und Lehrbeauftragter an der FH Brandenburg. Er ist eines der Gründungsmitglieder des Forum InformatikerInnen für Frieden und gesellschaftliche Verantwortung (FIfF) e.V. und war mehrere Jahre lang FifF-Vorstandsmitglied. Er publiziert seit 30 Jahren zum Themenkomplex »Informatik und Militär«, Überwachung und Datenschutz.

Regina Hagen von der IANUS-Gruppe moderiert.

Die Veranstalter gaben uns die Erlaubnis, die Veranstaltung „abzuhören“ und die Tonaufnahme für alle Interessierten online zu stellen. Während der Diskussionsräume sind gelegentlich störende Nebengeräusche durch Stühle-Rücken und Ähnliches zu hören, die durch die Akkustik des Raumes verstärkt werden und mit unseren technischen Mitteln nicht bearbeitet oder entfernt werden können.

Sie können die Aufnahme hier anhören und herunterladen.

s. auch:

Dieser Text wurde teilweise aus dem Veranstaltungshinweis übernommen.

Pegida & Co.: Was sucht die Neue Rechte auf der Straße?

Aufzeichnung einer öffentlichen Veranstaltung aus der Reihe „Frankfurter Matinee“ am 1. März 2015 mit Michael Weiss, Agentur für soziale Perspektiven, Berlin

Es begann im Oktober 2014. Das Netzwerk “Hooligans gegen Salafisten“ (HOGESA) rief zum Kampf gegen Salafismus nach Köln und 4000 Menschen kamen. Sie zogen mit rassistischen Parolen durch die Straßen und lieferten sich Krawalle mit der Polizei. Hooligans, Rocker und Neonazis verbünden sich mittlerweile in einer reaktionären Männerwelt. Getrieben von Visionen vom „Untergang des Volkes“ spannen sie den Bogen von der angeblichen Bedrohung deutscher Familien und Kinder durch den Salafismus bis zur offenen Hetze gegen den Islam, gegen Ausländer, Geflüchtete, aber auch gegen Linke und alle abweichende Lebensentwürfe.
Es folgten weitere Demonstrationen in anderen Städten. In Dresden gründete sich die Gruppe “Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“ (Pegida), die mit ihren Montagsspaziergängen viele Tausende anzog und bundesweit Ableger erzeugte. Weil man diffuse Ängste und Ohnmachtsgefühle schürt, kollektive Ängste und Bedrohungsmuster verstärkt, kann man all jene ansprechen, die sich als Verlierer in einem gesellschaftlichen Veränderungsprozess fühlen. Auffallend ist, dass zunehmen auch Konservative aus dem bürgerlichen Milieu mitmachen, die sich selbst nicht in die rechtsextreme Ecke stellen würden.
Wie kam es zum Zusammenschluss von Hooligans und Neonazis und darüber hinaus zum Bündnis der „Wutbürger“, welche Ziele stecken dahinter und wie kann man mit dieser neuen Protestwelle umgehen?
Michael Weiss ist für die Agentur für soziale Perspektiven und das Antifaschistische Pressearchiv und Bildungszentrum Berlin e.V. tätig.
Es moderiert Ulrike Holler.
In der begleitenden Präsentation, die Michael Weiss vorführt, sind zu reinen Informationszwecken zahlreiche Fotos enthalten, auf die er in seinen Ausführungen eingeht. Diese Fotos zeigen vielfach verfassungsfeindliche Symbole und Schriftzüge aus der rechten Szene. Wir verzichten darauf, diese oder ähnliche Fotos zu zeigen oder zu verlinken. Außerdem wird während der Veranstaltung auszugsweise eine Rede einer Frankfurter Pegida-Aktivistin vorgeführt, von deren Inhalt wir uns vorsorglich ausdrücklich distanzieren.

Die Veranstalter Business Crime Control e.V. und KunstGesellschaft e.V. stellen eine Aufzeichnung zur Verfügung (mp3-Format, ca. 1 Stunde und 50 Minuten, ca. 37 MB). Sie können die Veranstaltung hier herunterladen und anhören.

Elektronische Gesundheitskarte und E-Health-Gesetz: Ist die Angst berechtigt, dass Gesundheitsdaten missbraucht werden können?

Aufzeichnung einer Informationsveranstaltung am 20.02.2015 in Frankfurt am Main mit Jan Kuhlmann, Rechtsanwalt und IT-Entwickler aus Berlin.

Die Angst, dass zentral gesammelte und elektronisch gespeicherte Daten über Krankheiten und ihre Behandlung missbraucht werden könnten, prägt seit Jahren die Auseinandersetzung um die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte (eGk). Mehr als eine Million gesetzlich Versicherter hat noch immer keine eGk. Seit 1. Januar 2015 haben diese Krankenkassenmitglieder Stress mit ihrer Krankenkasse und in der Arztpraxis: Wer nicht im Besitz einer elektronischen Gesundheitskarte (eGk) ist, wird nicht oder erst nach längeren Auseinandersetzungen behandelt.

Ist die Angst berechtigt, dass Gesundheitsdaten missbraucht werden können?

Nein! – sagen Minister Gröhe, die Krankenkassen, die gematik (Gesellschaft für Telematikanwendungen der Gesundheitskarte mbH) und die Unternehmen, die mit der Datenverarbeitung im Gesundheitswesen ihr Geld verdienen.
Aber immer wieder gibt es Beispiele die zeigen, dass die Realität anders ist. Zuletzt Anfang Februar 2015 wurde bekannt, dass die Datenbank der zweitgrößten Krankenversicherung in USA gehackt wurde. Daten von mehr als zehn Millionen Kunden (Namen, Geburtsdaten, Krankenversicherungsnummern, Sozialversicherungsnummern, Adressen, E-Mail-Adressen und Angaben zu Löhnen und Gehältern) wurden geklaut.

Mit Gröhes e-Health-Gesetz soll die zentralisierte Sammelei von Gesundheitsdaten weiter ausgebaut werden.

Was Minister Gröhe Mitte Januar 2015 als Gesetzentwurf vorlegte, sieht u. a. vor, dass die derzeit über 200 unterschiedlichen Datenverarbeitungssysteme im deutschen Gesundheitswesen mit einander vernetzt werden, damit potentiell alle, die im Gesundheitswesen tätig sind, darauf einen ungehinderten Zugriff haben. Datenschützer bewerten den Gesetzentwurf als einseitig zu Gunsten der wirtschaftlichen Interessen von Krankenkassen, Krankenhäusern und Unternehmen Gesundheitsindustrie. Die Interessen der Patienten mit ihren Bedürfnissen nach Vertraulichkeit ihrer intimsten Daten und würden dagegen missachtet; die ärztliche Schweigepflicht – Grundlage eines vertrauens-vollen Verhältnisses zwischen Arzt und Patient – werde durch gesetzliche und technische Regelungen ausgebremst.

Es moderieren Walter Schmidt und Roland Schäfer von den Datenschützern Rhein Main.

Die Veranstalter, dieDatenschützer Rhein-Main und die Bürgervereinigung Seckbach e.V. gaben uns – ganz im Rahmen des Datenschutzes – die die Erlaubnis, eine Tonaufzeichnung der Veranstaltung zu machen und zu veröffentlichen.

Sie können die Aufzeichnung im mp3-Format (ca. 43 MB, ca. 2 Stunden) hier anhören und herunter laden.

Dieser Text basiert im Wesentlichen auf dem Text des Veranstaltungshinweises.

Weitere Informationen:

Strom mit Gewalt: Ist Fracking in Deutschland sinnvoll?

Aufzeichnung einer öffentlichen Veranstaltung am 18.01.2015 in Frankfurt am Main mit Andy Gheorghiu, Campaigner, Consultant, Researcher für Umweltschutz

Fracking Schema

Bildquelle: Bürgerinitiative Fracking freies Hessen

Unter Fracking versteht man das hydraulische Aufbrechen von Gesteinsschichten mithilfe von Druck und Chemikalien. Dabei werden Energieträger wie Schiefergas und Erdöl sowie Methangas gewonnen. In Deutschland wird seit über 60 Jahren Erdgas gefördert. Auch das nennen die Befürworter gerne Fracking, um die neue Technologie als harmlos darstellen zu können. Doch zwischen „konventioneller“ Erdgasförderung und „unkonventioneller“ Förderung durch Fracking gibt es erhebliche Unterschiede. Kritiker und selbst das Umweltbundesamt warnen: Es droht eine Vielzahl von Risiken für die Umwelt, das Grundwasser, die Böden und die Natur. Für kaum eines dieser Risiken gibt es bisher verlässliche Daten oder Abschätzungen. Zudem ist Fracking gesetzlich bisher weitgehend ungeregelt.
Andy Gheorghiu war war 20 Jahre lang Angestellter im Bauamt von Korbach in Nordhessen. Er kündigte, um sich vollends dem Engagement für Umweltschutz und die Umsetzung der Energiewende zu widmen. Er ist Mitglied der Bürgerinitiative Lebenwertes Korbach e.V. und der Bürgerinitiative Fracking freies Hessen und engagiert sich regional, national und international gegen die umstrittene Gasförderung. Nicht zuletzt spielt der Streit um Fracking auch eine wesentliche Rolle bei den Verhandlungen zu den Freihandelsabkommen CETA und TTIP zwischen der EU und Kanada bzw. den USA.
Es moderiert der Fernsehjournalist Herbert Stelz.

Die Veranstalter Business Crime Control e.V. und KunstGesellschaft e.V. stellen eine Aufzeichnung der Veranstaltung im Audio-Format mp3-Format (ca. 39 MB, ca. 1 Stunde, 53 Minuten) zur Verfügung, die Sie herunter laden und anhören können.
Klicken Sie zum Anhören und Herunterladen bitte HIER.
Die begleitende Präsentation (PDF, ca. 3,7 MB), die Andy Gheorghiu während der Veranstaltung vorführt und erläutert, finden Sie hier.

s. auch

Kriegerische Konflikte auf Dauer? Die Situation im mittleren Osten und politische Handlungsmöglichkeiten

Aufzeichnung einer öffentlichen Veranstaltung in Frankfurt am Main mit Katja Maurer (Medico International)

 Bürgerkrieg in Syrien, islamistischer Terror, drohender Staatszerfall im Irak, militärische Eingriffe von verschiedenen Seiten – im mittleren Osten scheint die Situation nahezu ausweglos. Je mehr man darüber aus den Medien erfährt, desto stärker wird dieses Gefühl. Umso wichtiger erscheinen Informationen aus erster Hand. Medico international arbeitet seit langem als Hilfsorganisation mit zivilgesellschaftlichen Partnern vor Ort. Sie haben nicht nur ihre eigenen Sichtweisen auf die Konflikte und deren Hintergründe, sondern auch Vorstellungen, wie diese Konflikte – trotz aller Schwierigkeiten – gelöst werden könnten.

Katja Maurer ist Leiterin der Öffentlichkeitsarbeit bei medico international. Sie spricht über die Ursachen der kriegerischen Verwicklungen und die Interessen der beteiligten Akteure, aber vor allem auch über das, was getan werden müßte und was getan werden kann – im Interesse der Menschen, die dort leben.

Es moderiert Prof. Reiner Diederich.

Die veranstaltenden Vereine Business Crime Control e.V. und KunstGesellschaft e.V. stellen eine Aufzeichnung der Veranstaltung (ca. 32,5 MB, ca. 1 Stunde, 33 Minuten) im mp3-Format zur Verfügung.

Audio-Mitschnitte von bisherigen Veranstaltungen gibt es hier.

s. auch: Medico International im Internet

s. auch: Radio-Interview mit Martin Glasenapp (Freie Radios)

Schrott im Körper – Patienten als Versuchskaninchen

Aufzeichnung einer öffentlichen Veranstaltung der gemeinnützigen Vereine Business Crime Control e.V. und KunstGesellschaft e.V. in Frankfurt am Main mit dem Fernsehjournalisten und Publizisten Herbert Stelz
Wenn heute ein Kunde ein fehlerhaftes Produkt oder eine mangelhafte Dienstleistung geliefert bekommt, dann wird er diesen Lieferanten in Zukunft vermutlich meiden. Ist der Kunde jedoch Patient in unserem Medizinbetrieb, einem unserer größten Wirtschaftsbereiche, ist ihm eine solche Entscheidung verwehrt. Er kann sich den Dienstleister in der Regel nicht auswählen.
Dabei sind die Lieferungen und Leistungen so schlecht wie in keinem anderen Bereich. Jede zweite Röntgenuntersuchung bringt kein richtiges Ergebnis. Konsequenzen: keine. Jede vierte Diagnose stellt sich im Nachhinein als falsch heraus, sagen Pathologen. Konsequenzen: keine.
Welche andere Branche kann sich eigentlich solche Fehlerquoten leisten und – wer bezahlt das? Wir, mit unseren Kassenbeiträgen. Konsequenzen: keine.
Am Beispiel der Medizinprodukte zeigt Herbert Stelz, was dringend geändert werden müsste.
Es moderiert Ulrike Holler.
Während der Veranstaltungen werden zwei Reportagen von Herbert Stelz aus den ARD-Magazinen [plusminus und MONITOR mit einer Gesamtlänge von 16 Minuten gezeigt, die Sie hier anschauen können:

  1. [plusminus vom 04.05.2004
  2. MONITOR vom 18.09.2003

Die komplette Aufzeichnung der Veranstaltung (ca. 37,3 MB, ca. 1 Stunde, 49 Minuten) können Sie hier herunterladen und anhören.

s. auch den Artikel „Patienten als Versuchskaninchen“ von Herber Stelz

 

Gekaufte Spiele: Audio-Mitschnitte der Tagung sind online

Brasilien vor der WM Aufzeichnungen einer öffentlichen Veranstaltung von Business Crime Control e.V. in Frankfurt am Main am 17.05.2014

Nichts gegen Fußball, aber darum ging es auf dieser Tagung nicht. Es ging um jene, ddie die Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien schon gewonnen bzw. verloren haben, bevor das erste Spiel angepfiffen wird. Es geht um den FIFA-Konzern, den Blatterismus, die großen Unternehmen, die den Gewinn untereinander aufteilen. Und es ging um die gegenwärtige Regierung in Brasilien, die ein Land zwischen glitzendem Wunderland und ständig tanzendem Schmelztigel präsentieren möchten.
Dies in einer Zeit, in der Brasilien eher einem Schlachtfeld gleicht, auf dem verschiedene politische, geostrategische und soziale Konflikte ausgetragen werden. Gigantische Infrastrukturmanahmen sind im Gange, denen nicht nur Regenwälder und ganze Stadtteile zum Opfer fallen. Indigene Bevölkerungsgruppen müssen aus ihren Wäldern, Städter aus ihren angestammten Siedlungen weichen. Leisten sie Widerstand, werden sie mit Polizeigewalt vertrieben. Alles das passiert sich, damit die Baukonzerne ihre Gewinne maximieren können.

Im Juni 2013 gingen Hunderttausende auf die Straße, um ihren Unmut gegenüber der Regierungspolitik zum Ausdruck zu bringen. Der Protest hatte zwar ein Mega-Event zum Anlass genommen, aber es geht mittleiweile weit darüber hinaus: Es geht um ein menschenwürdiges Leben für alle, nicht um die VIP-Gesellschaft der Wenigen.

Audio-Mitschnitte im MP3-Format

Die Vorträge der eingeladenen Referenten/innen wurden aufgezeichnet und können hier herungergeladen werden. Die Vorträge wurden mit Fotopräsentationen gehalten, die hier aus urheberrechtlichen Gründen leider nicht zur Verfügung gestellt werden können, bieten aber viele lehrreiche Informationen. So erfahren wir zum Beispiel, dass der Umbau des Maracanã-Stadions in Rio de Janeiro nach FIFA-Standard umgerechnet 328 Millionen Euro kostete – zum Vergleich: Die Umbaukosten der WM-Stadien in Deutschland betrugen 242 Millionen Euro in Berlin bzw. 280 Millionen Euro in München und 133 Millionen Euro in Frankfurt.

Nach einer Einleitung durch den BCC-Vorsitzenden und Grußworte der unterstützenden Vereine wurde der vierte Teil der Langzeitdokumentation Count – Down am Xingu von Martin Keßler gezeigt. Martin Keßler bekommt seit Jahren keine Aufträge mehr von Öffentlich-rechtlichen Fernsehsendern und vertreibt seine kritischen Dokumentationen im Eigenverlag mit Unterstützung und Förderung verschiedener gemeinnütziger Organisationen. Aktuell ist Martin Keßler mit seiner Dokumentation über die zerstörerischen Folgen eines gigantischen Staudammprojektes im brasilianischen Regenwaldes auf Tournee. Eine Kurzfassung der Dokumentation kann hier gesehen werden.

Hier finden Sie die Aufzeichnungen der Vorträge. Klichen Sie zum Download bitte auf die Überschriften.

  1. Einleitung

  2. Traum oder Albtraum

    Die sozialen Unruhen in vielen brasilianischen Städten und Regionen im Vorfeld der Fußball-Weltmeisterschaft. Von Claudia Fix, Redaktionsmitglied der Lateinamerika-Nachrichten in Berlin

  3. Mythos Maracanã

    Die Geschichte des legendären Stadions in Rio de Janeiro ist mehr als ein Fußballmärchen. Von Thomas Fatheuer, Vorstandsmitglied bei Kooperation Brasilien e.V. (KoBra)

  4. Weltkonzern Fußball

    Das System Blatter und Fußball als Modernisierungsmythos. Ein Vortrag von Jens Weinreich, Sportjournalist und FIFA-Kritiker